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06.12.2003 - People Talk im ZDF mit Nina Ruge
Am Nikolaustag 2003 wurde für die Chris Norman Fans ein besonderes Geschenk in den Stiefel gesteckt: ein exklusiver Bericht über Chris Norman. Was man darin erfahren konnte, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

Nina Ruge: "Na ja, das ist mal wieder eine Frage des Alters liebe Zuschauer. Sagt Ihnen das Folgende was? Living next door to Alice, Stumblin´in oder Love is a battlefield? Das waren Superhits der 70er und der 80er von der Gruppe Smokie und Soloerfolge ihres Exfrontmannes Chris Norman. Der ist heute 53, hat ein neues Album und meinen Kollegen Yacin Hehrlein im nasskalten England empfangen."

Irgendwo im Norden Englands, wo sich die Schafe gute Nacht sagen, in einem kleinen Häuschen im schönen Yorkshire Land kann man ihn manchmal antreffen, den Mann mit der Gitarre und der rockig, rauchigen Stimme. 53 ist er jetzt auch schon mittlerweile, doch mit seinem inzwischen 16. Soloalbum frisch auf dem Markt, ist Chris Norman weit davon entfernt ans Aufhören auch nur zu denken.

Manchmal ist Chris in der alten Heimat unterwegs, Freunde und Verwandte besuchen oder beim Einkaufsbummel mit Ehefrau Linda und der jüngsten Tochter Susan im idyllischen Örtchen Skipton. Da kommen Erinnerungen auf, so wie bei manchem Fan bei diesen Klängen. Ende der 70er landete Chris Norman mit Smokie einen Hit nach dem anderen und ganz besonders in Deutschland waren sie erfolgreich. Warum eigentlich?

Chris: "Wir tourten dort bevor wir irgendwo sonst auf Tournee gingen. Viele, viele Wochen lang und vor allem auch in kleineren Städten. Statt in Köln, spielten wir in Bochum oder Wuppertal. Und ich glaube, so ist da damals eine richtige Fangemeinde entstanden."

Ein bisschen entgegen der gängigen Vorstellung von einem Rockstars, ist Chris Norman ein Familienmensch durch und durch. Die Normans, eine sage und schreibe siebenköpfige glückliche Großfamilie, bis sie vor zwei Jahren der große Schicksalsschlag traf: Chris ältester Sohn Brian verunglückte tödlich mit seinem Motorrad. Ein Geisterfahrer hatte ihn aus dem Leben gerissen.

Chris: "Von Anfang an musst du dich da versuchen zusammenzureißen und nicht in Depressionen zu verfallen, zum Wohl der restlichen Familie, denn sonst denken die, die Welt ist untergegangen. Natürlich dauert es eine Weile, es zu verarbeiten, doch so richtig kommt man eigentlich nie darüber hinweg."

Manchmal greift Chris dann zu seiner alten Gitarre. Für ein paar Pfund hat er das gute Stück einst gebraucht gekauft und all die frühen großen Smokie Hits darauf komponiert. Der Rock´n Roll - er liegt ihm im Blut, das spürt man bis heute. Und er ist dankbar dafür, die Chance bekommen zu haben, mit dem Musikerdasein sein Leben zu gestalten.

Chris: "All diese Superstarsendungen, die es jetzt gibt, das ist schon ok, denn heutzutage gibt es nicht mehr all die kleinen Hallen und Clubs, in denen wir damals spielen konnten, deshalb kann ich niemanden dafür verurteilen es so zu versuchen, wie willst Du sonst beweisen, dass du Talent hast."

Talent, das ist ihm in die Wiege gelegt worden. Mutter und Vater waren beide Künstler und Musiker. Doch damit eine Karriere so lange dauert wie die von Chris Norman, braucht es noch ein bisschen mehr: eine gute Portion Durchhaltevermögen.

Chris:
"Ich bin immer noch der selbe kleine Junge, der mit 15 zum ersten Mal zur Gitarre gegriffen hat und ganz bestimmt noch der selbe wie damals mit Smokie. Solange, scheint mir, ist das gar nicht her."

Chris Norman ist stets so geblieben wie er eben ist, das ist wahrscheinlich das Geheimnis seines Erfolges.

 
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